10 Apps zum Traveln

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Author

Alex

Published

January 15, 2026

Modified

January 15, 2026

Reisen in Zeiten der Digitalisierung

Wie ich schon in meinem letzten Artikel geschrieben habe, hat das Internet heute die Reiseplanung für die Meisten weitestgehend übernommen. Welche Quellen ich allgemein gerne nutze, kannst du dort nachlesen. Allgemein ist das Smartphone mittlerweile eines der unverzichtbaren Gadgets, die man beim Reisen braucht - locker auf einer Stufe mit Kreditkarte und Reisepass. Wenn ich bedenke, dass ich auf meinen ersten Trips nur ein Handy ohne mobiles Internet dabei hatte, erscheint mir das heute schon sehr exotisch.

In diesem Artikel soll es deshalb vor allem um ein paar Apps gehen, die mir bei der Reiseplanung und während des Travelns helfen. Grundsätzlich ist jede, von Couchsurfing abgesehen, kostenlos nutzbar (natürlich kosten z.B. die Unterkünfte bei AirBnb was). Alle davon sind mir von unschätzbarem Wert, sei es, um Zeit, Geld oder Nerven zu sparen.

Booking.com

Unterkunft

Auf Booking.com kann man Unterkünfte rund um die Welt finden und reservieren. Das kann alles sein, vom einfachen Bett im Hostel-Schlafsaal bis hin zur Sternesuite im Luxushotel. Ich selbst finde an der App super, dass das Angebot so riesig ist, und dass die Preise, die man findet meistens ganz gut sind. Jedoch hängt das natürlich stark von der Saison, dem genauen Ort und den eigenen Vorlieben ab, aber ich finde eigentlich fast jedes Mal etwas zu einem guten Preis.

AirBnb

Unterkunft

Letztlich ist AirBnb ähnlich wie Booking, nur mit einem stärkeren Fokus auf Privatunterkünfte. Früher handelte es sich hauptsächlich um Unterbringung in von Privatleuten bewohnten Wohnungen oder Häusern. Ich genoss es, ähnlich wie beim Couchsurfing neben einer Unterkunft hier den Einblick in das Leben eines Locals zu erhalten, denn oft ergaben sich auch Gelegenheiten zum Austausch.

Mittlerweile sind die meisten angebotenen Unterkünfte eigene Ferienwohnungen, die nicht geteilt sind. In vielen touristischen Orten ist das Angebot über die Zeit derartig groß geworden, dass AirBnb-Hosts damit den lokalen Wohnungsmarkt, der in großen Metropolen nicht selten eh schon angespannt ist, weiter befeuern. Ich finde das persönlich schon problematisch, weswegen ich anderen Plattformen mittlerweile gerne den Vortritt gebe. Jedoch muss ich zugeben, dass nach meiner Erfahrung gerade für größere Gruppen oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf AirBnb zu finden ist.

Couchsurfing

Unterkunft, Unternehmungen, Kontakte

Über Couchsurfing hatte ich ja hier schon ein paar mal geschrieben. Für mich ist das gerade beim Alleinreisen eine wichtige Adresse für verschiedenste Dinge:

  • Unterkünfte: Der Hauptzweck, das Surfing, ist eine tolle Möglichkeit, bei Locals zu übernachten, und das völlig kostenlos, und gleichzeitig nette Leute kennenzulernen.
  • Events: In den allermeisten Städten gibt es eine mehr oder weniger lebendige Couchsurfing-Community, die regelmäßig Stammtische, Ausflüge und andere lustige Unternehmungen planen. Schon oft habe ich Kontakte geknüpft, mit denen ich auch längere Zeit gemeinsam verbracht habe oder auch weiter gereist bin. Gerade wenn man allein unterwegs ist, eine super Anlaufstelle, um Leute kennenzulernen.
  • Hangouts: Auch ohne geplante Events kann ich mich über Hangouts mit Leuten treffen, die in meiner Nähe sind und Zeit und Lust haben. Mehr dazu hier

Die Mitgliedschaft kostet tatsächlich mittlerweile etwas Geld (in Deutschland ca. 15 Euro im Jahr).

Meetup

Unternehmungen, Kontakte

Ähnlich wie bei den Couchsurfing-Events kann ich bei Meetup Treffen zu allen möglichen Themen finden. Das können thematische Vorträge sein, Stammtische zum Austausch in verschiedenen Sprachen oder Kaffeekränzchen. Rund um den Globus kann man in fast jeder größeren Stadt ein breites Angebot wahrnehmen, und ich habe schon so manchen langweiligen Abend so aufpeppen können.

komoot

Unternehmungen

Wer auf seinen Reisen auch gerne viel draußen in der Natur unternimmt und Wandern oder Fahrradfahren geht, sollte auf jeden Fall mal komoot auschecken. Man kann Wanderungen und Radtouren in der eigenen Umgebung finden, die andere Nutzer bereits gemacht haben. Da gibt es vom einfachen Spaziergang bis zur alpinen Klettertour eigentlich fast alles, was das Herz begehrt. Es gibt Infos zu Schwierigkeitsgrad und Sehenswürdigkeiten, und man kann natürlich auch eigene Touren tracken und mit anderen teilen.

Besonders in den touristischeren und bekannteren Wandergegenden ist das Angebot an Touren ziemlich groß, und außerhalb davon hat man zumindest umfangreiches Kartenmaterial und Wanderwege, aus dem man sich bedienen kann.

Rome2Rio

Transport

Besonders in Gegenden, in denen Google Maps oder er Bahn Navigator keine guten Ergebnisse mehr liefern, findet man auf Rome2Rio gute Informationen, wie man von einem Ort an einen anderen kommt. Sei es per Bus, Zug, Fähre oder Taxi, es werden einem die verschiedensten Möglichkeiten sowie eine ungefähre Preisangabe angezeigt, und es gibt mal mehr, mal weniger detaillierte Angaben zu Fahrplänen, Liniennummern und so weiter.

Grab

Transport

Wenn ich in Südostasien mal keine Lust habe, mich mit Fahrplänen und überfüllten Verkehrsmitteln herumzuschlagen, und lieber ein Taxi nehmen möchte, ist nicht selten Grab mein Mittel der Wahl. Das Konzept ist quasi identisch zu Uber und anderen Taxi-Apps, nur dass man hier meistens deutlich bessere Preise bekommt, und man neben Autos auch Motorrad-Taxis und Tuk Tuks buchen kann, was oft deutlich billiger ist und im Großstadtverkehr einen bisweilen sogar schneller ans Ziel bringt als ein PKW. Außerdem kann man sich über die App Essen bestellen und liefern lassen, sie zum Einkaufen und mittlerweile sogar als Zahlungsmittel nutzen.

Google Maps

Transport, Restaurants, Unternehmungen

Ein super Allround-Tool nicht nur im Alltag, sondern natürlich auch auf Reisen, ist Google Maps. Ich muss den meisten wahrscheinlich nicht großartig erklären, was man mit der App macht. Zumindest verkürzt es eine langwierige Suche nach den besten Restaurants, Supermärkten und öffentlichen Plätzen, und darf in dieser Liste nicht fehlen. Daneben ist es als Navigationshilfe mittlerweile fast unverzichtbar geworden. Ich habe zwar mit der Zuverlässigkeit von Fahrplänen des öffentlichen Nahverkehrs gemischte Erfahrungen gemacht, aber meistens funktioniert es schon einigermaßen.

Google Übersetzer

Auch wenn ich ganz gut Englisch kann, kommt man damit natürlich nicht überall gut durch. Insbesondere wenn ich Schilder in fremder Schrift, zum Beispiel im Supermarkt oder der Speisekarte im Restaurant entziffern möchte, hilft mir das auch nicht weiter. Hier nehme ich gerne den Google Übersetzer zur Hilfe. Einfach die Kamera an, das Schild abfotografieren, und schon hat man eine genaue Übersetzung des unbekannten Textes. Schon das eine oder andere Mal hat mich das sicher vor einer kulinarischen Überraschung bewahrt, so glaubte ich zum Beispiel, in einem japanischen Supermarkt nach langer Suche tatsächlich eine Dose schwarze Oliven aufgetrieben zu haben, da ich für einen Couchsurfing-Host italienisch kochen wollte. Es handelte sich jedoch um Fischeier, wie ich mit einem kurzen Scan feststellen musste.

Splitwise

Finanzen

Der unromantischste, wenn auch mithin wichtigste, Teil jeder Reise ist wohl die Budgetierung. Insbesondere wenn man in der Gruppe ist, und mal der eine, mal der andere was auslegt und man das, ganz nach deutscher Art, am Ende wieder auseinander klamüsern möchte, hilft einem Splitwise. Einfach eine Gruppe gründen, seine Mitreisenden einladen und jede Ausgabe dort hinterlegen, inklusive einer Kategorie, eventuell nicht Mitzahlenden und dem tagesaktuellen Wechselkurs. Am Ende der Reise kann ich auf Knopfdruck und für jeden nachvollziehbar ausrechnen, wer wem wieviel schuldet. Auch als Solotraveler kann man hier wunderbar seine Kosten tracken, wobei ich hier aber oft eher ein einfaches Spreadsheet bevorzuge.

Fazit

Das hier ist natürlich nur eine kleine Auswahl. Es gibt noch eine Menge weitere nützliche Reise-Apps wie Uber, GetYourGuide oder Tripadvisor. Ich habe mich jedoch auf die beschränkt, die ich selbst regelmäßig verwende, und nicht nur hin und wieder in der Desktop-Version. Und noch zum Abschluss sei erwähnt, dass das hier natürlich keine Werbung ist, schon gar keine bezahlte, sondern nur ein Überblick über die Apps, die mir beim Reisen das Leben einfacher machen.


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